Freelancer Stundensatz berechnen: Vom Wunsch-Netto zum Satz

Freelancer Stundensatz berechnen: Rechner rückwärts vom Wunsch-Netto, mit Steuer, Krankenversicherung und echten Stunden – statt Faustformel.

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Gezeichneter Schreibtisch mit Laptop, Wandkalender voller durchgestrichener Tage, Wecker und Münzstapel

Wer als Freelancer 3.000 € netto im Monat verdienen will, muss im Beispiel dieses Beitrags 62,62 € pro Stunde berechnen – nicht die 17,31 €, die herauskommen, wenn du 3.000 € durch deine Arbeitsstunden teilst. Der Grund: Von deiner Arbeitszeit wird nur ein Teil bezahlt, und vom Umsatz gehen Steuern, Krankenversicherung, Vorsorge und Betriebskosten ab. Mit diesem Rechner kannst du den Freelancer Stundensatz berechnen, und zwar rückwärts vom Wunsch-Netto aus.

Trag dein Wunsch-Netto und deine Zeit ein und sieh jede Zeile des Rechenwegs:

Dein Wunsch

15 % vom Gewinn
Krankenversicherung

Deine Zeit

40 Std.
30 %

Akquise, Angebote, Buchhaltung, Weiterbildung

Dein Mindest-Stundensatz (netto, ohne USt)

62,62 €

Tagessatz bei 8 Stunden: 500,98 € · mit 19 % Umsatzsteuer auf der Rechnung: 74,52 €

Zum Vergleich: 3.000,00 € geteilt durch deine Arbeitsstunden im Monat wären nur 17,31 € je Stunde – das ist der Fehler, den die meisten machen.

Rechenweg (Jahr)

Wunsch-Netto × 1236.000,00 €
+ Einkommensteuer8.998,00 €
+ Kranken- & Pflegeversicherung15.135,75 €
+ Altersvorsorge10.611,84 €
= Gewinn vor Steuerndas musst du verdienen70.745,59 €
+ Betriebskosten3.600,00 €
= Umsatz (netto)74.345,59 €
÷ bezahlte Stunden1.696 Std. Arbeitszeit, davon 508,80 unbezahlt1.187,20 Std.

Wohin geht eine Rechnung über 100 €?

  • Betriebskosten: 4,8 %
  • Steuern: 12,1 %
  • Kranken- & Pflegeversicherung: 20,4 %
  • Altersvorsorge: 14,3 %
  • Netto für dich: 48,4 %

Die Voreinstellung ist das Beispiel, das du im ganzen Beitrag wiederfindest: 3.000 € Wunsch-Netto, 300 € Betriebskosten im Monat, 15 % vom Gewinn für Altersvorsorge, gesetzlich krankenversichert, kinderlos, 40 Wochenstunden, 30 Urlaubstage, 10 Feiertage, 8 Krankheitstage und 30 % unbezahlte Zeit. Die Zeitwerte und die Vorsorgequote sind Annahmen zum Durchspielen, keine Marktdaten – ändere sie auf deine Lage.

Freelancer Stundensatz berechnen: die Formel in fünf Schritten

Der Stundensatz ist der Jahresumsatz, den du brauchst, geteilt durch die Stunden, die dir tatsächlich bezahlt werden. Die meisten Ratgeber rechnen mit einer Pauschale von 25 bis 30 % Steuern. Hier läuft die echte Rechnung rückwärts:

  1. Wunsch-Netto festlegen: das Geld, das du privat ausgeben willst – nach allen Abzügen. Im Beispiel 3.000 € × 12 = 36.000 € im Jahr.
  2. Abzüge daraufrechnen: Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge. Da die Steuer vom Gewinn abhängt und der Gewinn von der Steuer, löst der Rechner das Schritt für Schritt.
  3. Zum Gewinn die Betriebskosten addieren: Software, Versicherungen, Steuerberater, Hardware. Ergebnis ist der Netto-Umsatz.
  4. Bezahlte Stunden ermitteln: Arbeitstage minus Urlaub, Feiertage und Krankheit, davon der Anteil, den du nicht berechnen kannst.
  5. Umsatz durch bezahlte Stunden teilen.

Mit den Werten des Beispiels sieht das so aus:

SchrittBetrag im Jahr
Wunsch-Netto (3.000 € × 12)36.000,00 €
+ Einkommensteuer (Soli fällt nicht an)8.998,00 €
+ Kranken- und Pflegeversicherung15.135,75 €
+ Altersvorsorge (15 % vom Gewinn)10.611,84 €
= Gewinn vor Steuern70.745,59 €
+ Betriebskosten (300 € × 12)3.600,00 €
= Netto-Umsatz74.345,59 €
÷ bezahlte Stunden1.187,2 Std.
= Stundensatz netto62,62 €

Bei einem Tag mit 8 Stunden ergibt das einen Tagessatz von 500,98 €. Von 100 € Umsatz bleiben dir 48,40 € netto: 4,80 € gehen an Betriebskosten, 12,10 € an Steuern, 20,40 € an die Kranken- und Pflegeversicherung und 14,30 € in die Vorsorge.

Wie viele Stunden kannst du wirklich abrechnen?

Abrechenbare Stunden sind die Stunden, für die ein Kunde dir Geld überweist. Das sind deutlich weniger, als du arbeitest: Urlaub, Feiertage und Krankheit bezahlt dir niemand, und Angebote, Akquise, Buchhaltung und Weiterbildung kannst du nicht berechnen.

Trichter, in den viele Uhren fallen; rosa Uhren fallen zur Seite, nur wenige mint Uhren mit Münze landen im Glas
Viele Stunden gehen hinein, nur ein Teil kommt als bezahlte Zeit heraus

Im Beispiel läuft die Zeitrechnung so:

SchrittTage / Stunden
Arbeitstage Mo–Fr in 52 Wochen260 Tage
− Urlaub (30), Feiertage (10), Krankheit (8)212 Tage
× 8 Stunden1.696 Std.
− 30 % unbezahlt (508,8 Std.)1.187,2 Std.

Aus 2.080 Stunden, die ein Vollzeitjob auf dem Papier hat, werden so knapp 1.200 bezahlte Stunden. Das Verhältnis zählt: Je mehr Zeit in Akquise und Verwaltung fließt, desto höher muss der Satz sein.

Unbezahlter Anteil der ArbeitszeitStundensatz für 3.000 € netto
0 %43,84 €
10 %48,71 €
30 %62,62 €
50 %87,67 €

Wer ohne unbezahlte Zeit rechnet, kommt auf 43,84 € – und liegt bei 30 % tatsächlich 18,78 € zu niedrig. Wie hoch dein Anteil ist, weißt du erst nach ein paar Monaten mit Zeiterfassung. Starte mit einer ehrlichen Schätzung, nicht mit 0 %.

Was kosten Steuern und Krankenversicherung wirklich?

Ein Freelancer zahlt Einkommensteuer, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und sorgt selbst für das Alter vor. Das ist der größte Posten im Stundensatz, und er verhält sich nicht linear.

Einkommensteuer: Der Tarif 2026 beginnt mit einem Grundfreibetrag von 12.348 €, danach steigt der Steuersatz stufenlos[1]. Im Beispiel liegt das zu versteuernde Einkommen bei 45.486 €, weil Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie Altersvorsorge den Gewinn mindern[13]. Das ergibt 8.998 € Einkommensteuer. Der Solidaritätszuschlag fällt erst über 20.350 € Einkommensteuer an[2][3].

Krankenversicherung: Als freiwillig gesetzlich Versicherter zahlst du den Beitrag allein. Der allgemeine Satz beträgt 14,6 %[5], ohne Anspruch auf Krankengeld 14,0 %[6], dazu kommt der Zusatzbeitrag deiner Kasse – im Durchschnitt 2,9 % im Jahr 2026[8]. Die Pflegeversicherung kostet 3,6 %, Kinderlose zahlen 0,6 Punkte mehr[7][8].

Die Beiträge hängen an deinem Gewinn, haben aber eine Untergrenze und eine Obergrenze:

Bemessung im MonatKranken- + Pflegebeitrag im Monat
Mindestbeitrag1.318,33 €286,08 €
Höchstbeitrag5.812,50 €1.261,31 €

Die Untergrenze ist ein Drittel der Bezugsgröße von 3.955 €[4][9], die Obergrenze die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € im Monat[9]. Bei kleinem Gewinn zahlst du also trotzdem fast 290 € im Monat. Und ab einem Jahresgewinn von rund 69.750 € steigt der Beitrag nicht weiter – im Beispiel mit 3.000 € Wunsch-Netto bist du genau dort.

Wie stark die Vorsorgequote den Satz bewegt, zeigt die Tabelle:

Vorsorge vom GewinnStundensatz für 3.000 € netto
0 %51,39 €
10 %58,51 €
15 %62,62 €
18,6 % (Beitragssatz der Rentenversicherung)65,26 €
25 %70,57 €

Die Vorsorgebeiträge sind bis zu einem Höchstbetrag von 30.826 € im Jahr als Sonderausgaben absetzbar[13]. Diesen Höchstbetrag legt das Gesetz am Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung fest: 24,7 %[11] von 124.800 €[9]. Der Rechner berücksichtigt das. Nicht eingerechnet sind Kirchensteuer, weitere Einkünfte, Familienstand und Kinderfreibeträge.

Welcher Stundensatz passt zu welchem Wunsch-Netto?

Der Stundensatz wächst fast im Gleichschritt mit dem Wunsch-Netto, obwohl die Steuer mit dem Gewinn steigt: Dagegen wirkt, dass der Beitrag zur Krankenversicherung oberhalb der Bemessungsgrenze fix bleibt. Mit den Werten des Beispiels (300 € Betriebskosten, 15 % Vorsorge, 1.187,2 bezahlte Stunden):

Wunsch-Netto im MonatGewinn vor SteuernStundensatz nettoTagessatz
2.000 €43.674,56 €39,82 €318,56 €
3.000 €70.745,59 €62,62 €500,98 €
4.000 €93.099,70 €81,45 €651,62 €
5.000 €118.460,39 €102,81 €822,51 €
6.000 €145.096,35 €125,25 €1.002,00 €

Wer 6.000 € netto will, verlangt das Doppelte wie für 3.000 €: 125,25 € statt 62,62 €. Die Schritte dazwischen sind nicht gleich groß: Von 2.000 € auf 3.000 € Netto steigt der Satz um 22,80 €, von 3.000 € auf 4.000 € nur um 18,83 € – denn ab 3.000 € Netto liegt der Gewinn über der Bemessungsgrenze, und die Krankenversicherung wird nicht mehr teurer. Danach holt die Steuer auf: von 4.000 € auf 5.000 € sind es 21,36 €, von 5.000 € auf 6.000 € 22,44 €.

Ob Kunden in deiner Nische diesen Satz zahlen, kannst du nur am Markt testen. Eine belastbare amtliche Statistik für Freelancer-Stundensätze gibt es nicht, deshalb nennt dieser Beitrag keine „üblichen“ Sätze, sondern deine Untergrenze. Liegt der Marktpreis darunter, hast du drei Hebel: weniger Wunsch-Netto, weniger unbezahlte Zeit oder ein teureres Angebot, etwa ein Paket statt Stundenabrechnung.

Was kostet dich ein leerer Kalender?

Der Stundensatz gilt nur, wenn du die geplanten bezahlten Stunden wirklich verkaufst. Ist dein Kalender nur zu 70 % gefüllt, trägt derselbe Satz nicht mehr dein Wunsch-Netto. Die Kurve zeigt, wie steil der nötige Satz bei sinkender Auslastung steigt:

Was kostet ein leerer Kalender?

Grundlage sind die Werte aus dem Rechner oben (40 Std. pro Woche, 30 % unbezahlt, 300 € Betriebskosten, 15 % Vorsorge). Fahr mit Maus oder Finger über die Kurve.

3.000 €
100 %
0 €55 €115 €170 €225 €30 %50 %70 %100 %Auslastung mit bezahlter Arbeit

Bei 100 % Auslastung brauchst du 62,62 € je Stunde – das ist der Satz aus dem Rechner oben.

Auslastung mit bezahlter ArbeitNötiger Stundensatz für 3.000 € netto
100 %62,62 €
85 %73,67 €
70 %89,46 €
50 %125,25 €
30 %208,74 €

Die Kurve ist keine Gerade: Von 100 % auf 85 % Auslastung steigt der nötige Satz um 11,05 €, von 70 % auf 50 % um 35,79 €. Wenn die Auslastung halbiert wird, verdoppelt sich der Satz. Für Freelancer in den ersten Monaten heißt das: Ein niedriger Einstiegssatz bei leerem Kalender ist die teuerste Variante.

Was bleibt von meinem Stundensatz? Drei Szenarien

Die Gegenfrage zum Rechner: Du hast schon einen Satz im Kopf – oder einen Kunden, der ihn vorgibt. Der Check rechnet in drei Szenarien, was netto bleibt. Das schlechte Szenario ist hier kein Weltuntergang, sondern eine Auftragsflaute mit nur 60 % der geplanten bezahlten Stunden:

Was bleibt von meinem Satz?

40 Std.

Realistisch geplant: 1.187,20 bezahlte Stunden im Jahr (30 Tage Urlaub, 10 Feiertage, 8 Krankheitstage, 30 % unbezahlt).

Schlecht · 60 % der geplanten Stunden

1.826,01 €

netto im Monat · 712,32 bezahlte Stunden

Auftragsflaute, ein Kunde fällt weg. Netto je Arbeitsstunde (inkl. unbezahlter): 17,94 €

Realistisch · 100 % der geplanten Stunden

2.878,67 €

netto im Monat · 1.187,20 bezahlte Stunden

So viele Stunden, wie du planst. Netto je Arbeitsstunde (inkl. unbezahlter): 20,37 €

Gut · 115 % der geplanten Stunden

3.350,38 €

netto im Monat · 1.365,28 bezahlte Stunden

Volle Auftragslage. Netto je Arbeitsstunde (inkl. unbezahlter): 21,45 €

Mit 60 € netto je Stunde, 300 € Betriebskosten und den Werten des Beispiels:

SzenarioBezahlte Stunden im JahrNetto im Monat
Schlecht (60 % der Stunden)712,31.826,01 €
Realistisch (100 %)1.187,22.878,67 €
Gut (115 %)1.365,33.350,38 €

Ein Satz von 63 € netto trägt das Wunsch-Netto von 3.000 € knapp (3.021,07 € im Monat) – aber nur im realistischen Szenario. Im schlechten Szenario bleiben bei 63 € nur 1.908,32 € im Monat. Das ist die Zahl, auf die du dein Polster auslegen solltest: nicht auf das Mittel, sondern auf den schlechten Fall.

Netto, brutto, Kleinunternehmer: Was steht auf der Rechnung?

Der berechnete Stundensatz ist ein Nettowert, also ohne Umsatzsteuer. Als Regelbesteuerter schlägst du 19 % auf: Aus 62,62 € netto werden 74,52 € auf der Rechnung. Die 11,90 € Umsatzsteuer gehören dem Finanzamt und nicht dir.

Als Kleinunternehmer schreibst du die Umsatzsteuer nicht aus und führst keine ab. Voraussetzung ist ein Umsatz von höchstens 25.000 € im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr[14]. Dein Satz bleibt dann 62,62 € auf der Rechnung. Ob das Vorteile bringt, hängt von deinen Kunden ab: Firmenkunden ziehen die Umsatzsteuer meist als Vorsteuer wieder ab, Privatkunden nicht. Wann sich die Regelung lohnt, rechnet der Beitrag Kleinunternehmerregelung: Lohnt sie sich für dein Business? durch. Wenn du das Freelancing neben einem Job startest, lies zuerst Nebengewerbe neben Vollzeitjob.

Typische Fehler beim Stundensatz

  • Das Wunsch-Gehalt durch die Arbeitsstunden teilen. Aus 3.000 € Netto werden so 17,31 € – dein Mindestsatz liegt bei 62,62 €.
  • Mit 0 % unbezahlter Zeit rechnen. Akquise, Angebote und Buchhaltung sind Arbeit. Ohne sie wäre der Satz im Beispiel 43,84 € statt 62,62 €.
  • Urlaub und Krankheit vergessen. Als Freelancer bezahlt sie dir niemand. Im Beispiel fehlen dadurch 48 Arbeitstage.
  • Die Krankenversicherung als Prozent von irgendwas schätzen. Es gibt einen Mindestbeitrag von etwa 286 € im Monat und eine Obergrenze von 1.261,31 €.
  • Mit voller Auslastung planen. Bei 70 % Auslastung musst du 89,46 € statt 62,62 € verlangen.
  • Die Vorsorge weglassen. Ohne sie wirkt der Satz mit 51,39 € günstig – die Lücke bezahlst du später.
  • Netto und brutto verwechseln. Die Umsatzsteuer auf der Rechnung ist nicht dein Geld.

Wenn du dein Freelancing noch aufbaust, hilft vorab der Idee-Check, welche Geschäftsidee zu deiner Zeit und deinem Budget passt, und die Steuer-Grundlagen für die Rücklagen.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?

Rückwärts: Wunsch-Netto plus Steuern, Krankenversicherung und Vorsorge ergibt den Gewinn, dazu kommen die Betriebskosten. Diesen Jahresumsatz teilst du durch die Stunden, die dir wirklich bezahlt werden – nicht durch deine Arbeitszeit.

Wie viele Stunden kann ich als Freelancer im Jahr abrechnen?

Bei 40 Wochenstunden, 30 Urlaubstagen, 10 Feiertagen, 8 Krankheitstagen und 30 % unbezahlter Zeit für Akquise und Buchhaltung bleiben 1.187 abrechenbare Stunden. Die Werte sind Annahmen zum Anpassen, keine amtliche Statistik.

Was ist ein realistischer Stundensatz für Freelancer?

Dazu gibt es keine belastbare amtliche Statistik, der Markt hängt an Branche und Erfahrung. Dein Mindestsatz ist rechenbar: Für 3.000 € netto im Monat sind es im Beispiel 62,62 € netto pro Stunde. Prüfe ihn danach gegen das, was Kunden in deiner Nische zahlen.

Muss ich auf meinen Stundensatz Umsatzsteuer aufschlagen?

Ja, außer du bist Kleinunternehmer. Dann steht auf der Rechnung 62,62 € plus 19 % Umsatzsteuer, also 74,52 €. Die Umsatzsteuer führst du ans Finanzamt ab, sie gehört nicht zu deinem Verdienst.

Wie viel zahlt ein Freelancer mindestens für die Krankenversicherung?

In der gesetzlichen Kasse wird mindestens ein Drittel der Bezugsgröße zugrunde gelegt, 2026 sind das 1.318,33 € im Monat. Mit 2,9 % Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung für Kinderlose sind das etwa 286 € Beitrag im Monat.

Muss ich als Freelancer in die Rentenversicherung einzahlen?

Nicht automatisch, aber in bestimmten Berufen und bei nur einem Auftraggeber ohne eigene Angestellte schon (§ 2 SGB VI). Wer nicht pflichtversichert ist, muss selbst vorsorgen – und diese Kosten gehören in den Stundensatz.

Quellen

  1. § 32a EStG – Einkommensteuertarif ab 2026 (gesetze-im-internet.de)
  2. § 3 SolzG 1995 – Bemessungsgrundlage, Freigrenze (gesetze-im-internet.de)
  3. § 4 SolzG 1995 – Zuschlagsatz (gesetze-im-internet.de)
  4. § 240 SGB V – Beitragspflichtige Einnahmen freiwilliger Mitglieder (gesetze-im-internet.de)
  5. § 241 SGB V – Allgemeiner Beitragssatz (gesetze-im-internet.de)
  6. § 243 SGB V – Ermäßigter Beitragssatz (gesetze-im-internet.de)
  7. § 55 SGB XI – Beitragssatz Pflegeversicherung, Zuschlag für Kinderlose (gesetze-im-internet.de)
  8. vdek – Neuerungen im Gesundheitswesen 2026 (Zusatzbeitrag, Pflegebeitrag)
  9. Deutsche Rentenversicherung – Rechengrößen der Sozialversicherung 2026
  10. Deutsche Rentenversicherung Nord – Änderungen zum 1. Januar 2026 (Beitragssatz 18,6 %)
  11. Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See – Sozialversicherungsrechengrößen 2026 (knappschaftlicher Beitragssatz 24,7 %)
  12. § 2 SGB VI – Selbständig Tätige (gesetze-im-internet.de)
  13. § 10 EStG – Sonderausgaben (gesetze-im-internet.de)
  14. § 19 UStG – Besteuerung der Kleinunternehmer (gesetze-im-internet.de)
  15. § 18 EStG – Einkünfte aus selbständiger Arbeit (gesetze-im-internet.de)
  16. § 11 GewStG – Steuermesszahl und Freibetrag (gesetze-im-internet.de)

Stand 18.10.2026. Überblick, keine Rechts- oder Steuerberatung. Die Rechner rechnen vereinfacht – für deine Steuererklärung zählt der Bescheid.