
Dein Affiliate Marketing Verdienst ist das Produkt aus vier Zahlen: Besucher, Klickrate, Kaufrate und Provision. Mit 4 % Provision auf 60 €, 5 % Klickrate, 3 % Kaufrate und 10 % Retouren brauchst du für 500 € Gewinn im Monat rund 160.500 Besucher – etwa 5.350 am Tag. Mit deinen Zahlen sieht das anders aus, und genau das rechnet dieses Werkzeug rückwärts aus.
Trag dein Ziel und deine Werte ein, und sieh den kompletten Rechenweg:
Wie viele Besucher brauchst du für dein Ziel?
Provision wählen, Klick- und Kaufrate deiner Seite eintragen – der Rechner geht vom Ziel rückwärts zu den Besuchern.
Rechenweg
| 60,00 € × 4 % Provision | 2,40 € |
| abzüglich 10 % Retouren und Stornos | 2,16 € |
| 500,00 € Ziel + 20,00 € Kosten | 520,00 € |
| 520,00 € ÷ 2,16 € = Verkäufe | 241 |
| ÷ 3 % Kaufrate = Klicks | 8.025 |
| ÷ 5 % Klickrate = Besucher | 160.494 |
Besucher pro Monat
160.494
Das sind rund 5.350 pro Tag. Jeder Besucher bringt dir im Schnitt 0,00 €.
- Pro 1.000 Besucher bleiben dir 3,24 € Provision.
- Bei 20 Std. im Monat ist dein Stundenlohn 25,00 € – über dem Mindestlohn von 13,90 €.
- Für 13,90 € pro Stunde brauchst du 91.976 Besucher im Monat.
- Als Jahr: 6.240,00 € Provision, 6.000,00 € Gewinn – unter der Kleinunternehmer-Grenze von 25.000 € und unter dem Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 €.
Die Breite der Stufen ist logarithmisch, sonst wären Verkäufe unsichtbar. Klick- und Kaufrate sind Eingaben: Kein Partnerprogramm veröffentlicht Durchschnittswerte – miss sie in deinem Konto.
Affiliate Marketing Verdienst berechnen: Schritt für Schritt
Der Affiliate Marketing Verdienst ist die Provision, die du für vermittelte Verkäufe bekommst – abzüglich deiner Kosten. Weil jeder Schritt vom vorherigen abhängt, rechnest du am besten vom Ziel rückwärts:
- Provision pro Verkauf: Preis × Provisionssatz, abzüglich Retouren und Stornos.
- Nötige Provision: Wunsch-Gewinn plus Kosten pro Monat.
- Verkäufe: nötige Provision ÷ Provision pro Verkauf.
- Klicks: Verkäufe ÷ Kaufrate.
- Besucher: Klicks ÷ Klickrate.
Das Beispiel aus dem Rechner oben, Schritt für Schritt:
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Provision pro Verkauf | 60 € × 4 % = 2,40 €, minus 10 % Retouren | 2,16 € |
| Nötige Provision | 500 € Ziel + 20 € Kosten | 520 € |
| Verkäufe | 520 € ÷ 2,16 € | 241 |
| Klicks | 241 ÷ 3 % Kaufrate | 8.025 |
| Besucher | 8.025 ÷ 5 % Klickrate | 160.494 |
Pro 1.000 Besucher bleiben dir in diesem Beispiel 3,24 € Provision. Diese Zahl ist die ehrlichste Kennzahl für jede Seite: Sie zeigt, was ein Besucher wert ist – egal, wie viele du hast.
Weil die vier Werte multipliziert werden, wirkt jeder gleich stark: Verdoppelst du den Preis, die Provision, die Kaufrate oder die Klickrate, halbieren sich die nötigen Besucher auf rund 80.250. Wo du am leichtesten verdoppeln kannst, ist der Hebel, an dem du zuerst arbeiten solltest.
Wie viel Provision zahlt Amazon je Kategorie?
Das Amazon-Partnerprogramm ist der häufigste Einstieg, und sein Standard-Vergütungskatalog nennt klare Sätze[1]. Bei den meisten Kategorien sind es 3 %; Bekleidung und Schuhe bringen 6 %, Spielkonsolen und Videospiele nur 1 %.
| Satz | Kategorien (Auswahl) |
|---|---|
| 6 % | Bekleidung, Schuhe, Handtaschen, Uhren, Luxus |
| 5 % | Bücher, Küche, Möbel, Baumarkt, Schmuck, Auto und Motorrad |
| 4 % | Beauty, Gepäck, Sport und Fitness |
| 3 % | alle anderen Kategorien |
| 2,5 % | mobile Elektronik, Haushaltsgroßgeräte, Fire TV |
| 1 % | Lebensmittel, Spielkonsolen, Videospiele |
| 0 % | Geschenkkarten, Android-Apps, Kindle Unlimited, Wein |

Wie stark der Satz zählt, zeigt der Vergleich bei gleicher Seite – 60 € Preis, 5 % Klickrate, 3 % Kaufrate, kein Abzug:
Gleiche Seite, andere Kategorie
So viele Besucher brauchst du für dein Ziel – bei den Standardsätzen von Amazon, ohne Kosten und Retouren.
Sätze aus dem Vergütungskatalog des Amazon-Partnerprogramms Deutschland, jeweils der Satz der Kategorie-Gruppe. Sonderaktionen und Einzelfälle weichen ab.
Für 500 € brauchst du bei 6 % rund 92.600 Besucher, bei 3 % rund 185.200 und bei 1 % rund 555.600. Der niedrigste Satz verlangt also sechsmal so viele Besucher wie der höchste.
Prozent oder fester Betrag: Was ist besser?
Andere Programme zahlen oft einen festen Betrag pro Verkauf statt Prozent. Dafür schaltest du im Rechner oben auf „Fester Betrag pro Verkauf“ um. Die Kette bleibt gleich, nur der Preis fällt weg. Ein Beispiel mit 12 € pro Verkauf, ohne Retouren, 20 € Kosten, 5 % Klickrate und 3 % Kaufrate:
| Programm | Provision pro Verkauf | Verkäufe für 520 € | Besucher |
|---|---|---|---|
| Fest, 12 € | 12,00 € | 44 | 28.889 |
| Prozent, 4 % auf 60 € | 2,40 € | 217 | 144.445 |
Der feste Betrag ist hier fünfmal so viel pro Verkauf – und braucht entsprechend weniger Besucher. Das ist ein Rechenbeispiel, kein Hinweis auf bestimmte Programme: Ob ein Programm so viel zahlt, steht in dessen Bedingungen. Achte dort auf drei Dinge: ab wann ein Verkauf als vermittelt gilt, wann die Provision ausgezahlt wird und ob sie bei Retouren zurückgefordert wird.
Klickrate und Kaufrate: Was du messen musst, statt zu raten
Hier steckt die größte Unsicherheit – und hier lügen die meisten Rechner. Uns liegt für die Klickrate und die Kaufrate von Affiliate-Seiten keine Quelle mit nachvollziehbarer Methodik vor. Deshalb nennen wir keinen „typischen“ Wert. Die Zahlen im Rechner sind Annahmen zum Durchspielen, keine Messwerte.
Deine echten Werte findest du nach wenigen Wochen selbst:
- Besucher stehen in deiner Web-Statistik.
- Klicks und bestellte Artikel zeigt dein Partnerkonto.
- Klickrate = Klicks ÷ Besucher. Kaufrate = bestellte Artikel ÷ Klicks.
Rechne die Werte für jede Seite einzeln. Eine Vergleichsseite für ein Produkt, das jemand kaufen will, verhält sich völlig anders als ein allgemeiner Ratgeber. Wer die Wirkung seiner Links verstehen will, startet am besten mit einem einzelnen Thema und misst es einen Monat lang, bevor er skaliert.
Was kostet dich das an Zeit? Der Stundenlohn
500 € sind nur die halbe Rechnung – die andere Hälfte ist deine Zeit. Bei 20 Arbeitsstunden im Monat ergeben 500 € einen Stundenlohn von 25 €, vor Steuern. Das klingt gut, setzt aber voraus, dass die 160.500 Besucher schon da sind.
Willst du nur den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 €[7] verdienen, brauchst du bei 20 Stunden im Monat und denselben Annahmen noch rund 92.000 Besucher. Bis die Seite so viele Besucher hat, arbeitest du für sehr wenig oder gar kein Geld. Das zeigt der Verlauf.
Wann kommt das erste Geld? Drei Szenarien über 36 Monate
Eine Affiliate-Seite wächst langsam, und in den ersten Monaten kommt fast nichts rein, während Domain, Hosting und Werkzeuge schon Geld kosten. Das Diagramm rechnet über 36 Monate mit Besuchern, die jeden Monat um denselben Betrag zunehmen, 20 Arbeitsstunden im Monat, 60 € Startkosten und 15 € laufenden Kosten. Probier alle drei Vorlagen:
Wann kommt das erste Geld – und wann bist du im Plus?
Kontostand deiner Seite über 36 Monate. Fahr mit Maus oder Finger über das Diagramm.
Die laufenden Kosten sind ab Monat 24 gedeckt, der Kontostand bleibt aber im Minus. Nach 36 Monaten: –182,43 € bei 720 Arbeitsstunden, im letzten Monat 22,94 € Provision.
Annahmen: Besucher wachsen jeden Monat um denselben Betrag, 10 % Retouren und Stornos, einmalig 60,00 € Startkosten. Die Zeit ist nicht in Euro eingerechnet. Stundenlohn über 36 Monate: –0,25 €.
Die drei Szenarien sind Annahmen zum Durchspielen, keine Messwerte:
| Schlecht | Realistisch | Gut | |
|---|---|---|---|
| Besucher Monat 1, Zuwachs pro Monat | 30, +25 | 100, +250 | 200, +800 |
| Klickrate, Kaufrate | 2 %, 1 % | 4 %, 3 % | 6 %, 5 % |
| Provision auf Ø Preis | 3 % auf 40 € | 4 % auf 60 € | 5 % auf 80 € |
| Besucher in Monat 36 | 905 | 8.850 | 28.200 |
| Provision in Monat 36 | 0,20 € | 22,94 € | 321,48 € |
| Kosten gedeckt ab Monat | nie | 24 | 3 |
| Kontostand nach 36 Monaten | −596 € | −182 € | +5.228 € |
| Stundenlohn über 36 Monate | −0,83 € | −0,25 € | 7,26 € |
Das ist die unbequeme Antwort: Selbst im guten Szenario erreichst du in drei Jahren keine 500 € im Monat und bleibst mit 7,26 € pro Stunde unter dem Mindestlohn. Im schlechten Szenario verlierst du 596 € und 720 Stunden Zeit.
Steuern und Pflichten ab dem ersten Euro
Provisionen sind Einnahmen – auch die ersten 50 €. Wer dauerhaft und mit Gewinnabsicht Provisionen erzielt, betreibt steuerlich in der Regel ein Gewerbe[5]. Das musst du anzeigen[6], mehr dazu unter Gewerbe anmelden. Neben dem Job gelten zusätzliche Regeln, die der Beitrag zum Nebengewerbe neben dem Vollzeitjob durchrechnet.
Die gute Nachricht bei 500 € im Monat: Dein Jahresgewinn von 6.000 € bleibt weit unter den Grenzen.
- Kleinunternehmer: Du bleibst es, wenn dein Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € beträgt[3]. Deine Provisionen von 6.240 € liegen weit darunter. Ob die Regelung für dich passt, rechnet der Kleinunternehmer-Rechner durch.
- Gewerbesteuer: Einzelunternehmer zahlen erst bei einem Gewerbeertrag über 24.500 € im Jahr[4].
- Einkommensteuer: Den Gewinn gibst du in deiner Steuererklärung an. Die Grundlagen stehen in den Steuer-Grundlagen.
- Kennzeichnung: Das Amazon-Partnerprogramm verlangt einen gut sichtbaren Hinweis auf deiner Website: „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen“ oder einen sinngemäß gleichwertigen Text[2].
Wer Provisionen von Unternehmen im Ausland bekommt, klärt die Umsatzsteuer vorher mit dem Finanzamt – hier gelten oft andere Regeln als bei inländischen Kunden.
Für wen lohnt sich Affiliate-Marketing – und für wen nicht?
Affiliate-Marketing lohnt sich, wenn du schon Reichweite hast oder bereit bist, sie über Monate aufzubauen: eine Seite, einen Kanal, einen Newsletter. Die Provision ist dann ein Zusatzverdienst zu Inhalten, die du ohnehin machst. Ein Video-Kanal setzt auf Video statt Blog, folgt aber derselben Kette aus Reichweite, Klick und Kauf. Was dort pro Aufruf hängen bleibt, steht im Beitrag YouTube Geld pro Aufruf.
Es lohnt sich nicht, wenn du in zwei, drei Monaten ein festes Einkommen brauchst. Auch bei passivem Einkommen gilt: Aufbau kostet Zeit, und Zeit ist hier die Hauptwährung. Wer früh Geld braucht, ist mit einem Nebenjob oder Dienstleistungen besser bedient. Eine Alternative mit ähnlicher Reichweiten-Logik rechnet der Beitrag zu YouTube Geld pro Aufruf durch.
Typische Fehler
- Nur den Umsatz betrachten. Entscheidend ist die Provision pro 1.000 Besucher nach Kosten und Retouren.
- Eine fremde Kaufrate übernehmen. Deine Seite, dein Thema, deine Zielgruppe – nur eigene Messwerte zählen.
- Die Kategorie ignorieren. Ein Produkt mit 1 % Provision braucht sechsmal so viele Besucher wie eines mit 6 %.
- Retouren vergessen. Was zurückgeschickt wird, bringt keine Provision.
- Die eigene Zeit nicht zählen. Ohne Stundenlohn wirkt jeder Cent wie Gewinn.
- Zu früh skalieren. Erst messen, dann mehr Seiten bauen.
Häufige Fragen
Wie viele Besucher brauche ich für 500 € Affiliate-Provision im Monat?
Das hängt an vier Zahlen. Mit 4 % Provision auf 60 €, 5 % Klickrate, 3 % Kaufrate und 10 % Retouren sind es rund 160.500 Besucher im Monat. Dein Ergebnis liefert der Rechner im Beitrag.
Wie viel Provision zahlt das Amazon-Partnerprogramm?
Der Standardsatz liegt je nach Kategorie zwischen 1 % und 6 %, bei den meisten Kategorien 3 %. Für Gutscheine, Android-Apps und Wein gibt es 0 %. Sonderaktionen können abweichen (Vergütungskatalog, Amazon).
Welche Klickrate und Kaufrate sind normal?
Dafür gibt es keinen belastbaren Durchschnitt mit nachvollziehbarer Methodik. Deshalb sind beide Werte im Rechner Eingaben. Miss sie in deinem Partnerkonto und deiner Web-Statistik und rechne mit deinen Zahlen.
Lohnt sich Affiliate-Marketing als Nebenverdienst?
Selten schnell. In den durchgerechneten Szenarien liegt der Stundenlohn nach 36 Monaten zwischen −0,83 € und 7,26 €. Es lohnt sich nur, wenn du Geduld hast und Inhalte schreibst, die Kaufabsichten treffen.
Muss ich für Affiliate-Einnahmen ein Gewerbe anmelden?
Meist ja: Wer dauerhaft mit Gewinnabsicht Provisionen erzielt, betreibt steuerlich in der Regel ein Gewerbe. Ob das auf dich zutrifft, klärst du vor dem Start mit dem Gewerbeamt oder dem Finanzamt.
Muss ich Affiliate-Links kennzeichnen?
Ja. Im Amazon-Partnerprogramm ist ein gut sichtbarer Hinweis vorgeschrieben: „Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen“ oder ein sinngemäß gleichwertiger Text (Teilnahmevereinbarung, Ziff. 5).
Quellen
- Amazon-Partnerprogramm Deutschland – Standard-Vergütungskatalog (partnernet.amazon.de)
- Amazon-Partnerprogramm Deutschland – Teilnahmevereinbarung, Stand 15. Oktober 2025 (partnernet.amazon.de)
- § 19 UStG – Besteuerung der Kleinunternehmer (gesetze-im-internet.de)
- § 11 GewStG – Steuermesszahl und Freibetrag (gesetze-im-internet.de)
- § 15 EStG – Einkünfte aus Gewerbebetrieb (gesetze-im-internet.de)
- § 14 GewO – Anzeigepflicht (gesetze-im-internet.de)
- BMAS – Mindestlohn: 13,90 € seit 1. Januar 2026
Stand 18.10.2026. Überblick, keine Rechts- oder Steuerberatung. Die Rechner rechnen vereinfacht – für deine Steuererklärung zählt der Bescheid.