Online-Nachhilfe
Dein Fachwissen gegen Stundenlohn: kaum Startkosten, aber jede Stunde musst du selbst halten.
Worum geht's?
Du erklärst Schülern ein Fach, in dem du sicher bist – per Videocall mit Whiteboard statt am Küchentisch. Schüler findest du über kostenlose Inserate, Empfehlungen oder eine Plattform wie Preply, die dafür anfangs 33 % jeder Stunde und die ganze Probestunde behält. Du brauchst Computer, Webcam, Headset und ein Fach, das du erklären kannst – kein Lager, kein Gewerbe. Der Haken: Es gibt nur Geld, solange du unterrichtest, und Ferien, Absagen und Schülerwechsel lassen die Stunden schwanken.
Kurz gesagt: Kaum Startkosten, aber du verkaufst Zeit: Pro Stunde bleiben direkt 17,50 €, über Preply anfangs 10,90 €.
Passt zu dir, wenn …
- du ein Schulfach sicher beherrschst und es geduldig erklären kannst
- du feste Termine am Nachmittag oder frühen Abend frei hast – dann wollen Schüler lernen
- du schnell und fast ohne Startkosten testen willst, ob jemand für dein Wissen zahlt
- dir ein Stundenlohn in der Nähe des Mindestlohns als Nebenverdienst reicht
Eher nicht, wenn …
- du ein Einkommen suchst, das ohne deine Zeit weiterläuft
- deine freie Zeit nur spät abends oder sehr unregelmäßig ist
- du dich mit Eltern, Absagen und Terminverschiebungen nicht herumschlagen willst
Passt das zu dir?
Hak an, was auf dich zutrifft: „Stimmt, wenn …“
Hak an, was auf dich zutrifft.
Starte hier:
Folge 1 – Online-Nachhilfe: die ehrliche Rechnung
Was von 20 € pro Stunde bleibt – direkt, über Preply und nach der Vorbereitungszeit.
Alle Videos ansehenMit Beispielwerten bleibt pro Stunde nicht viel übrig. Im Rechner siehst du, an welchen Stellschrauben du drehen kannst.
Zum RechnerDie ersten Schritte
Ganzer Plan (6 Milestones)- 1Testen, ob jemand zahlt
Der billigste Test: ein kostenloses Inserat und eine echte Anfrage, bevor du irgendetwas kaufst.
Erstes To-do: Fach und Klassenstufen festlegen, die du ohne Nachschlagen erklären kannst
- 2Online-Unterricht einrichten
Technik, die eine volle Stunde hält – und eine Probestunde, die überzeugt.
Erstes To-do: Videotool ohne 40-Minuten-Grenze wählen und mit einer Bekannten 60 Minuten testen
- 3Steuern & Vereinbarung
Freier Beruf statt Gewerbe – und klare Regeln mit den Eltern, bevor die erste Stunde ausfällt.
Erstes To-do: Fragebogen zur steuerlichen Erfassung in ELSTER ausfüllen (freiberufliche unterrichtende Tätigkeit)
Typische Fehler & versteckte Kosten
- Probestunden vergessen: 11 von 13 geprüften Inseraten geben die erste Stunde gratis, auf Preply behält die Plattform 100 % davon. Bleibt nur jeder zweite Probeschüler, zahlst du das mit deiner Zeit
- Preply-Provision unterschätzen: Als neue Lehrkraft gehen 33 % jeder Stunde ab – von 20 € bleiben 13,40 €. Auf 28 % sinkt sie erst ab 21 Stunden, auf 25 % ab 51
- Vorbereitung nicht mitzählen: Mit 15 Minuten Vorbereitung pro Stunde sinkt dein Stundenlohn um ein Fünftel – über Preply landest du so unter dem Mindestlohn
- Keine Absageregel: Ohne schriftliche Regel (z. B. „Absage bis 24 Stunden vorher, sonst wird die Stunde berechnet“) bezahlst du jeden Ausfall selbst
- Gratis-Tools ungeprüft nutzen: Zoom beendet kostenlose Meetings nach 40 Minuten, GeoGebra ist nur für nicht-kommerzielle Nutzung frei – bezahlte Nachhilfe ist kommerziell
- Familienversicherung übersehen: Wer als Schüler oder Student familienversichert ist, verliert sie, wenn das Einkommen regelmäßig über 565 € im Monat liegt
Was rechtlich dazugehört
Überblick, keine Rechts- oder Steuerberatung. Prüfe die Details bei der zuständigen Stelle.
- Kein Gewerbe nötig: Unterrichten ist ein freier Beruf (§ 18 EStG). Beim Finanzamt meldest du dich mit dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung erklärt →
- Umsatzsteuer: Unterricht von Privatlehrern kann nach § 4 Nr. 21 UStG steuerfrei sein – sonst Kleinunternehmerregelung prüfen (bis 25.000 € Vorjahresumsatz) erklärt →
- Einkommensteuer: Neben einem Job sind bis 410 € Gewinn im Jahr ausgeglichen (§ 46 EStG), darüber zählt er zu deinem Einkommen
- Widerrufsbelehrung: Online mit Eltern vereinbarter Unterricht ist ein Fernabsatzvertrag – belehre über das 14-tägige Widerrufsrecht und lass dir den Start vorher bestätigen erklärt →
- Impressum und Datenschutzerklärung, sobald du eine eigene Website hast; Aufnahmen von Stunden mit Minderjährigen nur mit Einwilligung der Eltern erklärt →
- Familienversicherung: Als Schüler oder Student darf dein Einkommen regelmäßig 565 € im Monat nicht übersteigen (§ 10 SGB V, 2026)
Zahlen zuletzt geprüft am 19.10.2026. Quellen: Preply-Hilfe „Preplys Provisionsmodell“: Probestunde mit neuen Lernenden 100 % Provision (du bekommst nichts), danach nach Gesamtstunden auf Preply 0–20 Std. 33 %, 21–50 Std. 28 %, 51–200 Std. 25 %, 201–400 Std. 22 %, über 400 Std. 18 %; Probestunden zählen mit; Anmeldung kostenlos. Für die Probestunde empfiehlt Preply höchstens 10 Minuten Inhalt, den Rest für Stand, Ziele, Lernplan und festen Termin (19.10.2026), Preply „Lehrkraft werden“: Profil kostenlos, keine Zertifikate nötig, Laptop, Webcam, Mikrofon, Profilfoto und Vorstellungsvideo bis 2 Minuten; das Team prüft Profile innerhalb von 3 Werktagen; Preis wählbar u. a. in EUR (19.10.2026), Preply-Hilfe „So wählst du den richtigen Preis“: Preis frei wählbar, viele neue Lehrkräfte steigen niedrig ein; Preiserhöhung für bestehende Lernende frühestens nach 90 Tagen empfohlen; ein höherer Preis ohne Bewertungen senkt die Chance auf Buchungen (19.10.2026), Preply-Hilfe „Wann und wie werden Lehrkräfte für den Unterricht bezahlt?“: Geld kommt erst, wenn der Lernende die Stunde bestätigt hat, in die Preply-Geldbörse; Auszahlung über Wise, Payoneer, PayPal oder Skrill (19.10.2026), 13 Inserate für Online-Mathe-Nachhilfe auf nachhilfeunterricht.de (Seite 1): 15, 18, 20, 20, 20, 23, 23, 25, 30, 30, 39, 45 und 45 € pro Stunde, Median 23 €; 11 von 13 bieten die erste Stunde gratis an (19.10.2026), nachhilfeunterricht.de, Nachhilfe-Preisindex 2026: 35.278 Anzeigenpreise aus 20 Großstädten und 30 Fächern, Median 20 € pro Stunde (online wie vor Ort), Mathe online 25 €, Bielefeld 15 €, Bonn 24,50 €. Angebotspreise einer Vermittlungsplattform, keine bezahlten Preise; die Stadttabelle nennt nur 80 Anzeigen pro Stadt (19.10.2026), nachhilfeunterricht.de, Registrierung für Lehrkräfte: Profil kostenlos, bis zu 3 Anzeigen pro Bundesland und Thema kostenlos, keine Gebühren auf die Einnahmen (19.10.2026), ErsteNachhilfe.de „Preise Top-Anbieter“: Basis-Profil und Angebot kostenlos; Top-Anbieter mit Kontaktfreigabe und besserer Platzierung 10,95 € für 1 Monat, 26,85 € für 3, 41,70 € für 6, 59,40 € für 12 Monate (inkl. MwSt.), monatlich kündbar (19.10.2026), Zoom Preise: Im kostenlosen Basic-Plan endet jedes Meeting nach 40 Minuten – für eine volle Nachhilfestunde zu kurz (19.10.2026), Jitsi Meet: Videokonferenzen kostenlos und ohne Konto (19.10.2026), GeoGebra-Lizenz: kostenlos nur für nicht-kommerzielle Nutzung; Schulungs- und Unterstützungsleistungen gegen Gebühr gelten als kommerziell und brauchen eine eigene Lizenz – im Zweifel bei office@geogebra.org nachfragen (19.10.2026), § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG: Die selbständig ausgeübte unterrichtende Tätigkeit ist freiberuflich – dafür brauchst du kein Gewerbe (19.10.2026), § 19 Abs. 1 UStG: Kleinunternehmer ist, wessen Umsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet (19.10.2026), § 4 Nr. 21 Buchst. c UStG: steuerfrei ist „Schul- und Hochschulunterricht, der von Privatlehrern erteilt wird“ – ob deine Nachhilfe darunter fällt, klärst du mit dem Finanzamt (19.10.2026), § 46 EStG: Neben Arbeitslohn musst du eine Steuererklärung abgeben, wenn andere Einkünfte mehr als 410 € im Jahr betragen; bis 410 € werden sie vom Einkommen abgezogen (Härteausgleich, Abs. 3) (19.10.2026), § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB V: Die Familienversicherung endet, wenn dein Gesamteinkommen regelmäßig ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße überschreitet (19.10.2026), Deutsche Rentenversicherung, Rechengrößen 2026: Bezugsgröße 3.955 € im Monat – ein Siebtel sind 565 € (Grenze der Familienversicherung) (19.10.2026), § 356 Abs. 4 und 5 BGB: Bei Dienstleistungen im Fernabsatz erlischt das Widerrufsrecht erst, wenn der Verbraucher vor Beginn ausdrücklich zugestimmt hat; ohne Belehrung läuft es bis zu 12 Monate und 14 Tage (19.10.2026), JVKostG, Anlage Nr. 1130: Führungszeugnis nach § 30, § 30a (erweitert) oder § 30b BZRG kostet 13,00 € (19.10.2026), BMAS: Mindestlohn 13,90 € pro Stunde seit 1. Januar 2026 (Vergleichswert für deinen Stundenlohn) (19.10.2026), Annahme Preis: 20 € pro Stunde für den Einstieg – Median des Preisindex und unter dem Median der 13 geprüften Online-Mathe-Inserate (23 €), weil du ohne Bewertungen startest. Es sind Angebotspreise; was Eltern am Ende zahlen, ist nicht veröffentlicht, Annahme Menge: 16 bezahlte Stunden im Monat, z. B. 2 Schüler mit je 2 Stunden pro Woche. In den Schulferien und vor Zeugnissen kippt das – deshalb der Schalter „halb so viele Stunden“, Annahme Probestunden: Nach jeder zweiten Gratis-Probestunde bleibt ein Schüler, und er bucht im Schnitt 20 Stunden. Das sind 2 unbezahlte auf 20 bezahlte Stunden, also 10 % vom Preis. Bleibt ein Schüler nur 10 Stunden, sind es 20 %. Auf Preply ist die Probestunde für dich ebenfalls unbezahlt (100 % Provision), Annahme Kosten: 0,50 € pro Stunde für Arbeitsblätter, Druck und Übungshefte; 60 € einmalig für Headset und Grafiktablett, falls du beides noch nicht hast (Einstiegsgeräte, Preise schwanken). Computer, Webcam und Internet setzt die Rechnung voraus, Annahme Zeit: 4 Unterrichtsstunden pro Woche plus rund 15 Minuten Vorbereitung je Stunde, Absprachen mit Eltern und Probestunden = 5–6 Stunden pro Woche. Mit 15 Minuten Vorbereitung je Stunde bleiben direkt rund 14 € pro gearbeiteter Stunde (17,50 € ÷ 1,25), über Preply 8,72 € – unter dem Mindestlohn. Erste bezahlte Stunde: Annahme 1–4 Wochen nach dem ersten Inserat